Gemeinschaftsinitative Leader
LEADER steht für die französiche Bezeichnung "Liaison entre les actions de développement de l'économie rurale", zu deutsch "Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft". Dieses Europäische Förderprogramm wurde 1991 gestartet und zielt darauf ab, die Struktur im ländlichen Raum zu verbessern.
Die Region Burgwald wurde erstmalig 1995 als LEADERII-Region anerkannt. Weitere Anerkennungen gab es in den Jahren 2002(LEADER +) und 2007 (LEADER).
Mittlerweile gibt es in Europa mehr als 1900 LEADER-Gruppen. Das LEADER-Programm zeichnet sich durch folgende Elemente aus:
- Bottom-up-Prinzip: Es sind nicht die Brüsseler Bürokraten oder die Verwaltung und auch nicht die Politik, die entscheiden, welche Projekte im ländlichen Raum gefördert werden sollen. Nach dem sogenannten Bottom-up-Prinzip gibt sich eine Region ein Regionales Entwicklungskonzept, bildet eine eigenständige Organisationsstruktur und etabliert ein Entscheidungsgremium, das über Projekte entscheidet. In der Region Burgwald - Ederbergland ist dies der Vorstand des Vereins. Hier darf die öffentliche Hand nicht über eine Mehrheit verfügen.
- Kooperation: Kennzeichnend für die LEADER-Förderung ist das Vorhandensein eines Regionalmanagements. Somit steht Personalkraft nicht nur für Beratung zur Verfügung, sondern auch für die Zusammenführung der Akteure, Bildung von Netzwerken und Kooperationen.
Die Region Burgwald - Ederbergland hat in den vergangenen Jahren sehr viele Kooperationen durchgeführt. Unter anderem Frauenqualifikationsprojekte, das Europäische Hugenottenpfadprojekt, die Wanderkooperation mit dem Lahn-Dill-Bergland sowie die Mitwirkung bei der Kooperation Hessischer Regionalforen. Seit 1995 wurden in der Region Burgwald - Ederbergland mehr als 200 Projekte über das LEADER-Programm gefördert. Siehe hierzu die Seite LEADER-Bilanz.