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Geschichte

Schlossruine Rauschenberg

In den vorchristlichen Jahrtausenden ist der Mittelhessische Raum, so auch die Region Burgwald-Ederbergland, Durchgangs- und Kontaktland zwischen Süd und Nord sowie Ost und West.

Aus der Jungsteinzeit sind u. a. ein Siedlungsplatz von Bandkeramikern in der Nähe von Bracht sowie ein Menhir, der „Lange Stein“, in Langenstein besonders bemerkenswerte Zeugnisse menschlicher Präsenz.

Unsere Region wurde bereits in frühgeschichtlicher Zeit von bedeutenden Fernstraßen durchzogen. Die Weinstraße, der Name steht im Hessischen für Wagenstraße, war über Jahrhunderte eine Handels- und Heeresstraße aus dem heutigen Rhein-Main-Gebiet kommend, über Wetter und Frankenberg bis hin zu den Häfen der Nordsee. Die Siegener Straße querte die Weinstraße bei Frankenberg, die Köln-Leipziger Handelsstraßen führten von West nach Ost durch das Burgwaldgebiet.

Aus keltischer Zeit sind der Christenberg bei Münchhausen mit dem Fürstensitz aus dem 4. – 3. Jh. sowie eine Wallburg auf dem Eisenberg bei Battenberg historische Orte von Bedeutung.

Um 700 n. Chr. wurde die Kesterburg auf dem Christenberg von den Franken besetzt und ausgebaut. Gleichzeitig entstanden Siedlungen in der Region. Bei Burgholz befindet sich die Hunburg, vermutlich eine im 8. Jh. durch die Karolinger erbaute Grenzfestung. Neue Siedlungen, ablesbar an Ortsnamen mit den Endungen –heim und –hausen, entstanden, Verkehrswege wurden ausgebaut und Festungsanlagen geschaffen.

Im 8. bis 12. Jh. gehörte das Wetschaftsgebiet zum Lahngau, das Edergebiet zum Hessengau. Im 13. Jh. entstand neben der Grafschaft Ziegenhain die Grafschaft Stiffe im oberen Lahn- und Edergebiet. Letztgenannte fiel später an das Erzstift Mainz.

Von da an beginnt ein neuer Abschnitt in der Geschichte unserer Region. Die Erzbischöfe von Mainz und die Landgrafen von Hessen mit ihrer Stammburg in Marburg rangen über zwei Jahrhunderte um die Vorherrschaft. Mitte des 15. Jh. trat der Erzbischof von Mainz das Amt Battenberg an den Landgrafen von Hessen ab, dazu gelangte die Grafschaft Ziegenhain an Hessen. Die Stadt und Burg Frankenberg waren bereits 1233/34 von den Landgrafen von Hessen gegründet worden und Kirchhain seit 1327 in hessischem Besitz. Damit war nahezu das gesamte Gebiet der heutigen Region Burgwald-Ederbergland im Besitz der Landgrafen von Hessen.

Im Marburger Erbfolgestreit kamen 1624 die Städte und Gemeinden des oberen Edertals als Teil des Hessischen Hinterlandes an die Landgrafschaft Hessen Darmstadt, die anderen Kommunen an die Landgrafschaft Hessen Kassel.

Letztlich wurden die inzwischen zu neuen Würden aufgestiegenen ehemaligen Landgrafschaften, das Großherzogtum Hessen-Darmstadt und das Kurfürstentum Hessen-Kassel, im Jahr 1866 von Preußen annektiert, sodass die gesamte heutige Region preußisch wurde.

Nach 1918 gehörte die Region zu Hessen-Nassau, nach 1945 zum neu geformten Bundesland Hessen.

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